13 Töne
Die dreizehn Töne des Tzolkin sind keine Themen, sondern Stadien. Der Ton zeigt, in welcher Phase sich die Kraft des Tages befindet: Vorhaben, Anlauf, Mitte, Grenze. Ein und dasselbe Bild wirkt mit dem ersten Ton anders als mit dem dreizehnten.
Tabelle der Töne
| Ton | Name im Dreamspell | Stadium |
|---|---|---|
| 1 | Magnetisch | Vorhaben, Anziehung des Ziels |
| 2 | Lunar | Hindernis, Herausforderung |
| 3 | Elektrisch | Bewegung, Dienst |
| 4 | Selbstexistierend | Form, Definition |
| 5 | Oberton | Kraft, Ressource |
| 6 | Rhythmisch | Gleichgewicht, Organisation |
| 7 | Resonant | Mitte, Feinabstimmung |
| 8 | Galaktisch | Stimmigkeit |
| 9 | Solar | Absicht, Hingabe |
| 10 | Planetarisch | Manifestation, Ergebnis |
| 11 | Spektral | Auflösung, Loslassen |
| 12 | Kristallin | Zusammenarbeit, Klarheit |
| 13 | Kosmisch | Grenze, Abschluss |
Woher die Namen stammen
Die Töne selbst gehören zum klassischen Tzolkin: In den Maya-Inschriften wurden sie mit Punkten und Strichen geschrieben. Namen wie „magnetisch“ oder „spektral“ tauchten dagegen erst um die Wende von den 1980er- zu den 1990er-Jahren auf, im Synchronarium von José Argüelles, und haben mit der vorkolumbischen Tradition nichts zu tun.
Wir führen sie an, weil der Tzolkin im russischsprachigen Raum fast immer mit genau diesen Begriffen beschrieben wird. Man sollte aber bedenken, dass es sich um eine moderne Schicht über einer alten Zählung handelt.
Wie man den Ton zusammen mit dem Siegel liest
Das Siegel beantwortet die Frage „Worum geht es an dem Tag?“, der Ton „In welchem Stadium ist er?“. Die Schlange mit dem ersten Ton und die Schlange mit dem dreizehnten beschreiben dieselbe Kraft – am Anfang und an ihrer Grenze.
Eine Faustregel: Die Töne 1 bis 4 stehen für den Auftakt, 5 bis 9 für Arbeit und Hingabe, 10 bis 13 für Ergebnis und Abschluss.